Vorab: Was Gäste auf der Seite einer Ferienwohnung suchen
Wer eine Ferienwohnung sucht, vergleicht in kurzer Zeit mehrere Angebote auf dem Handy. Er will wissen: Wie sieht es aus, was kostet es in meinem Zeitraum, ist es frei, und wie komme ich zur Buchung oder Anfrage. Eine Website für die Ferienwohnung muss diese vier Fragen auf den ersten Blick beantworten. Alles andere ist Beiwerk. Die folgenden neun Schritte führen Sie in sinnvoller Reihenfolge durch den Aufbau.
Schritt 1: Domain und Adresse wählen
Die Internetadresse ist das Erste, was Gäste sehen. Kurz, gut zu schreiben und ohne Bindestrich-Ketten funktioniert am besten, idealerweise mit dem Namen der Wohnung oder des Hofes und dem Ort. Registrieren Sie die Domain auf Ihren Namen, nicht auf den des Dienstleisters, damit sie bei einem Wechsel bei Ihnen bleibt. Hintergründe zu Adresse, Hosting und Einstellungen finden Sie im Glossar unter Hosting, Domain und DNS. Wichtig ist außerdem das Schloss-Symbol im Browser, das für eine verschlüsselte Verbindung steht, siehe SSL und HTTPS.
Schritt 2: Inhalte sammeln, bevor Sie bauen
Das Sammeln der Unterlagen dauert meist länger als der Bau selbst. Legen Sie vorab an: Name und Lage des Hauses, Beschreibung jeder Wohnung mit Größe, Betten, Ausstattung und Küche, Besonderheiten (Balkon, Sauna, Haustiere, Parkplatz, Skiraum), Entfernungen zu Skigebiet, Seilbahn, Wanderwegen und Geschäften, An- und Abreisezeiten, Hausregeln und Stornobedingungen. Schreiben Sie so, wie Sie es einem Gast am Telefon sagen würden: konkret, ohne Floskeln wie „gemütliches Ambiente“.
Schritt 3: Fotos, die verkaufen
Fotos entscheiden mehr als jeder Text. Pro Wohnung brauchen Sie in der Regel das Wohnzimmer, die Küche, jedes Schlafzimmer, das Bad, den Balkon samt Aussicht und einen Blick auf das Haus von außen. Fotografieren Sie bei Tageslicht, räumen Sie auf, und halten Sie das Handy quer. Die Dateien sollten für das Web aufbereitet sein, denn zu große Bilder sind der häufigste Grund für langsame Seiten, mehr dazu im Artikel Hotel-Website Ladezeit. Nutzen Sie nur Bilder, an denen Sie die Rechte haben.
Schritt 4: Preise je Saison als Gastinformation
Gäste möchten den Preis für ihren Zeitraum sehen, bevor sie fragen. Am besten funktioniert eine Tabelle: Saisonzeiten in der Zeile, Wohnungen in der Spalte, dazu Angaben zu Mindestaufenthalt, Endreinigung, Orts- oder Kurtaxe und Nebenkosten. So wirkt der Preis nachvollziehbar und es gibt weniger Rückfragen. Wie Sie Saisonzeiten sauber anlegen, steht in Saisonpreise richtig anlegen, die Begriffe im Glossar unter Saisonpreise und Mindestaufenthalt. Halten Sie die Tabelle aktuell, ein veralteter Preis wirkt schlimmer als gar keiner.
Schritt 5: Verfügbarkeit zeigen
Ein Belegungskalender beantwortet die wichtigste Frage sofort. Er kann einfach als Übersicht dienen, an die sich eine Anfrage anschließt, oder mit Direktbuchung verbunden sein. Für kleine Betriebe mit bis zu drei Einheiten reicht oft ein schlankes System, das Sie vom Handy pflegen. Worauf es dabei ankommt, steht in der Checkliste für Buchungssysteme bei Ferienwohnungen; die Grundlagen erklärt der Eintrag Verfügbarkeitskalender.
Schritt 6: Anfrage und Buchung
Der Weg zum Gast muss kurz sein. Ein Anfrageformular mit Zeitraum, Personenzahl und Kontaktdaten genügt, ergänzt um eine Telefonnummer und WhatsApp für alle, die lieber sprechen. Wer mehr will, nimmt eine Direktbuchung dazu. Beides lässt sich auf der Seite Buchungssystem nachlesen. Was ein gutes Formular ausmacht, erklärt der Artikel Anfrageformular für die Hotel-Website.
Schritt 7: Impressum und Datenschutz
Jede Website mit geschäftlichem Hintergrund braucht ein Impressum mit Angaben zum Betreiber, zur Kontaktmöglichkeit und, je nach Land und Rechtsform, weiteren Pflichtangaben, sowie eine Datenschutzerklärung, die zu der tatsächlich eingesetzten Technik passt. Hier gilt: Prüfen Sie die Texte mit Ihrem Steuerberater oder einer Rechtsberatung, wir geben keine Rechtsberatung. Technisch sauber heißt: Schriften lokal einbinden, keine unnötigen Tracking-Dienste, ein Formular, das nur die nötigen Felder abfragt. Mehr zum Thema im Glossar unter DSGVO und Datenschutzerklärung.
Schritt 8: Google-Unternehmensprofil anlegen
Wer in der Karte und in der lokalen Suche erscheinen will, braucht ein Google-Unternehmensprofil. Es kostet nichts und liefert Adresse, Fotos, Öffnungs- und Kontaktangaben und Bewertungen direkt in die Suche. Tragen Sie Name, Adresse, Telefon und Website genau so ein, wie sie auf der Seite stehen, und antworten Sie auf Bewertungen. Eine Anleitung bieten Google-Unternehmensprofil: die 10-Minuten-Pflege und der Glossar-Eintrag Google-Unternehmensprofil.
Schritt 9: Handy, Tempo und Test
Öffnen Sie die fertige Seite auf Ihrem Handy und auf einem zweiten Gerät. Funktionieren Telefonnummer und Formular, sind die Fotos scharf, die Tabellen lesbar? Bitten Sie eine Person, die Ihr Haus nicht kennt, eine Anfrage abzusenden. Danach lohnt sich ein Blick auf den kostenlosen Website-Check.
Selbst machen oder machen lassen?
Beides ist legitim. Mit einem Baukasten, den es am Markt etwa für 15 bis 40 € im Monat gibt, kommen Sie schnell zu einer ersten Seite. Das passt, wenn Sie Zeit haben, gern gestalten und mit Standardvorlagen leben können. Die Grenzen zeigen sich bei Ladezeit, Mehrsprachigkeit, Datenschutz und Verfügbarkeitskalender. Mehr dazu im Vergleich Wix oder eigene Website.
Wer die Zeit lieber den Gästen widmet, lässt die Seite bauen. Für Vermieter mit bis zu drei Einheiten gibt es bei Alpin Systems die Stufe Website Ferienwohnung mit Fotos, Preistabelle, Kalender und Anfrage in Deutsch, Italienisch und Englisch. Den Preis für Ihr Haus nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag. Wie die Zusammenarbeit abläuft, zeigt die Seite Ablauf.
Checkliste vor dem Start
- Domain auf den eigenen Namen registriert und HTTPS aktiv
- Beschreibung, Ausstattung, Lage und Entfernungen für jede Wohnung geschrieben
- Fotos aufbereitet, mit Rechten, in guter Qualität
- Preistabelle je Saison mit Mindestaufenthalt, Endreinigung und Ortstaxe
- Verfügbarkeitskalender und Anfrageweg getestet, auch am Handy
- Impressum und Datenschutzerklärung mit dem Berater abgestimmt
- Google-Unternehmensprofil angelegt und mit der Website verknüpft
- Telefonnummer, E-Mail und WhatsApp auf jeder Seite sichtbar
Häufige Fragen
Wie viele Seiten braucht die Website einer Ferienwohnung?
Oft reicht eine gut gegliederte Seite mit Fotos, Preisen, Verfügbarkeit, Lage und Anfrage. Erst bei mehreren Häusern oder vielen Angeboten lohnen sich weitere Unterseiten.
Brauche ich Italienisch und Englisch auf der Seite?
Wenn Gäste aus Italien oder dem Ausland kommen, ja. Eine Seite in der Sprache des Gastes bringt eher eine Anfrage als eine, die er erst übersetzen muss. Wichtig sind echte Texte statt automatischer Übersetzung.
Darf ich Preise auf der Website nennen?
Ja, und es ist sinnvoll. Eine Tabelle mit Saisonpreisen, Mindestaufenthalt und Nebenkosten nimmt dem Gast die Hemmung zu fragen. Wichtig ist, dass sie aktuell bleibt. Für rechtliche Fragen zu Preisangaben wenden Sie sich an Ihren Berater.
Brauche ich ein Buchungssystem oder reicht ein Formular?
Ein Formular genügt für den Anfang. Ein Buchungssystem mit Kalender lohnt sich, wenn die Zahl der Anfragen steigt oder Sie Verfügbarkeit rund um die Uhr zeigen wollen. Es lässt sich später nachrüsten.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Das Sammeln von Fotos und Informationen dauert meist länger als der Bau selbst. Wenn Texte und Bilder bereitliegen, rechnen Sie bei einer Website für eine Ferienwohnung mit wenigen Wochen.
Was kostet eine Website für die Ferienwohnung?
Das hängt von Seitenzahl, Sprachen und Buchungsfunktion ab. Den Preis für Ihr Haus nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag. Auf den Preis kommt keine Mehrwertsteuer dazu, weil Alpin Systems im italienischen Regime forfettario arbeitet. Hintergründe stehen auf der Seite Preise.