Warum das Profil wichtiger ist als viele denken
Suchen Sie einmal Ihren eigenen Betrieb bei Google, am Handy. Rechts oder oben erscheint der Kasten mit Name, Sternen, Fotos, Adresse, Telefon und Website. Viele Gäste gehen von dort direkt weiter: anrufen, Route, Website, oder zum Portal, wenn Google eines anzeigt. Das Profil ist der erste Eindruck, und er kostet Sie nichts außer Pflege.
Die Grundeinträge, die stimmen müssen
- Name exakt wie auf der Website und am Haus. Keine Zusätze wie „Bestes Hotel am See“, das verstößt gegen die Regeln und wirkt unseriös.
- Kategorie: Hotel, Pension, Ferienwohnung, Bauernhof mit Ferienwohnungen. Die passende Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchen Sie erscheinen.
- Adresse und Karte: Der Pin sitzt auf dem Haus, nicht in der Dorfmitte. Gäste navigieren danach.
- Telefon und Website: die Nummer, die wirklich abgehoben wird, und der Link auf Ihre eigene Website, nicht auf ein Portal.
- Öffnungszeiten: bei Beherbergung meist die Rezeptionszeiten. Saisonschließung eintragen, sonst stehen Gäste vor verschlossener Tür und schreiben eine schlechte Bewertung.
- Beschreibung: drei Sätze, konkret: Lage, Art des Hauses, was es besonders macht. Keine Werbephrasen.
Fotos: der Teil, der am meisten bewirkt
Profile mit vielen eigenen, aktuellen Fotos bekommen deutlich mehr Klicks auf Website und Route als Profile mit zwei alten Bildern. Laden Sie hoch: Außenansicht bei Tag, Zimmer, Frühstück, Wellness, Umgebung, Team. Mindestens zwanzig, alle zwei, drei Monate ein paar neue. Gäste laden selbst Fotos hoch, oft unvorteilhafte. Ihre eigenen sollten überwiegen.
Bewertungen: bekommen und beantworten
Bekommen
Fragen Sie. Beim Abschied persönlich, in der Mail nach der Abreise mit direktem Link zur Bewertung, auf einer kleinen Karte im Zimmer. Zufriedene Gäste schreiben gerne, wenn man es ihnen leicht macht. Nie Bewertungen kaufen, nie nur zufriedene Gäste gezielt fragen und unzufriedene bewusst auslassen, Google erkennt Muster, und es ist unlauter.
Beantworten
Jede Bewertung, auch jede gute, bekommt eine kurze, persönliche Antwort. Nicht „Danke für Ihre Bewertung“, sondern „Danke, Familie Rossi, schön, dass den Kindern das Kälberfüttern gefallen hat. Bis zum nächsten Sommer!“ Bei Kritik: sachlich, ohne Rechtfertigung, mit konkretem Hinweis, was Sie geändert haben. Künftige Gäste lesen Ihre Antworten genauer als die Bewertungen selbst.
Beiträge und Fragen
Google lässt Sie kurze Beiträge veröffentlichen: Saisonstart, neues Angebot, Veranstaltung. Ein Beitrag im Monat hält das Profil lebendig. Und der Bereich „Fragen und Antworten“: Beantworten Sie dort selbst die häufigsten Fragen (Parkplatz, Hund, Frühstück), bevor es fremde Nutzer falsch tun.
Die fünf häufigsten Fehler
- Profil nie beansprucht: Google hat es automatisch angelegt, niemand pflegt es, Daten sind falsch.
- Website-Link zeigt auf ein Portal oder eine alte Domain.
- Saisonschließung nicht eingetragen.
- Bewertungen unbeantwortet, vor allem die kritischen.
- Fotos von vor der Renovierung.
Der 10-Minuten-Rhythmus
Einmal pro Woche: neue Bewertungen beantworten, Fragen prüfen, ein Foto oder ein Beitrag. Einmal pro Saison: Öffnungszeiten, Beschreibung, Angebote aktualisieren. Das reicht, um dauerhaft zu den gepflegten Profilen zu gehören, und das sind in den meisten Orten erstaunlich wenige.
Profil und Website gehören zusammen
Das Profil bringt den Gast zum Klick, die Website muss ihn dann halten: Kalender, Preise, Anfrageweg, schnell am Handy. Wenn der Gast vom Profil auf eine langsame Seite ohne Buchungsmöglichkeit kommt, geht er zurück zu Google und dort zum Portal. Mehr dazu im 15-Punkte-Check.