Schritt 1: Saisonen abgrenzen

Saisonpreise sind der Kern jedes Preiskalenders. Beginnen Sie mit dem Kalender des kommenden Jahres und markieren Sie die Zeiten, in denen Sie erfahrungsgemäß voll sind: Weihnachten bis Dreikönig, Fasching, Ostern, Ferragosto, die Wanderwochen im September. Daraus ergeben sich in den meisten Häusern im Pustertal oder Vinschgau drei bis fünf Saisonen:

  • Nebensaison: November, Anfang Dezember, Frühjahr nach Ostern, Ende Oktober.
  • Zwischensaison: Januar nach Dreikönig, März, Juni, Oktober.
  • Hauptsaison: Juli, August, Februar.
  • Spitzenzeit: Weihnachten bis Dreikönig, Ferragosto, Fasching.

Jede Saison bekommt ein Anfangs- und ein Enddatum, und die Saisonen schließen lückenlos aneinander an. Der häufigste Fehler überhaupt: Die Hauptsaison endet am 31. August, die Zwischensaison beginnt am 2. September. Der 1. September hat keinen Preis und ist nicht buchbar, und niemand merkt es, bis ein Gast anruft.

Schritt 2: Grundpreis je Einheit und Saison

Legen Sie je Zimmer oder Wohnung und je Saison einen Grundpreis fest, bei Pensionen pro Person und Nacht, bei Ferienwohnungen pro Wohnung und Nacht. Alles andere wird als Regel darauf gerechnet. Widerstehen Sie der Versuchung, für jede Kombination aus Belegung und Verpflegung eine eigene Preiszeile zu führen. Drei Wohnungen mal fünf Saisonen sind 15 Preise, das pflegt man in einer Stunde. Drei Wohnungen mal fünf Saisonen mal vier Belegungen mal zwei Verpflegungen sind 120 Preise, das pflegt niemand mehr fehlerfrei.

Schritt 3: Mindestaufenthalt und Anreisetage

Der Mindestaufenthalt verhindert, dass eine Zwei-Nächte-Buchung mitten in der Hochsaison eine Woche zerreißt, die sonst niemand mehr füllt. Übliche Werte: sieben Nächte für Ferienwohnungen in der Hauptsaison, drei bis vier Nächte für Pensionen, zwei bis drei Nächte in der Nebensaison. Legen Sie den Mindestaufenthalt je Saison fest, nicht global. Ein Mindestaufenthalt von sieben Nächten im November hält Wohnungen leer, die sonst ein Wochenendgast gebucht hätte.

Feste Anreisetage, etwa nur Samstag in der Hauptsaison, sind bei Ferienwohnungen verbreitet und sinnvoll, wenn Sie die Reinigung nur einmal pro Woche organisieren können. Bei Pensionen schränken sie eher ein. Wenn Sie feste Anreisetage verwenden, muss der Verfügbarkeitskalender das dem Gast klar zeigen, sonst versucht er fünfmal einen Mittwoch und gibt auf.

Schritt 4: Zuschläge und Abschläge als Regeln

Alles, was sich aus dem Grundpreis ableiten lässt, wird als Regel angelegt, die für alle Saisonen gleich gilt:

  • Kinder: bis 2 Jahre kostenlos, 3 bis 11 Jahre 50 Prozent, ab 12 Jahre voller Preis. Oder Ihre eigenen Stufen, aber überall dieselben.
  • Einzelbelegung: Zuschlag in Euro oder Prozent auf den Personenpreis.
  • Zusatzbett: fester Betrag je Nacht.
  • Verpflegung: Halbpension als Aufpreis je Person und Nacht auf den Frühstückspreis.
  • Kurzaufenthalt: Zuschlag bei weniger als drei Nächten, falls Sie kurze Aufenthalte zulassen.
  • Hund, Endreinigung, Wäschepaket: einmalig je Aufenthalt.
  • Ortstaxe: je Person und Nacht, getrennt ausgewiesen.

Der Vorteil: Ändern Sie den Grundpreis der Hauptsaison um zehn Euro, rechnen sich alle Varianten automatisch neu.

Schritt 5: Pakete und Direktbucher-Vorteile

Pakete wie „7 Nächte Wanderwoche mit Halbpension und geführter Tour" oder „Skiwochenende mit Skipass" sind keine Saisonen, sondern eigene Angebote mit Gültigkeitszeitraum, eigenem Preis oder Rabatt auf den Grundpreis und eigenen Inklusivleistungen. So bleibt der Grundkalender sauber, und Sie können Pakete ein- und ausschalten, ohne Preise anzufassen. Dasselbe gilt für Vorteile, die nur Direktbucher bekommen: Frühstück inklusive, späterer Check-out, flexible Stornierung. Wie Sie solche Vorteile einsetzen, steht im Artikel Direktbuchungen steigern.

Schritt 6: Stornobedingungen und Anzahlung zuordnen

Jede Saison oder jedes Paket bekommt klare Stornobedingungen und eine Anzahlungsregel, etwa 30 Prozent bei Buchung, kostenlose Stornierung bis 14 Tage vor Anreise in der Nebensaison, bis 30 Tage in der Hauptsaison. Mit Anzahlung online ist die Buchung erst verbindlich, wenn das Geld da ist, und Sie laufen keinem Gast mehr hinterher.

Typische Fehler

  • Lücken und Überschneidungen zwischen Saisonen, siehe oben. Ein gutes System zeigt sie beim Anlegen an.
  • Preise nur im Kopf oder im Portal. Wenn Website, Portal und Telefon unterschiedliche Preise nennen, verlieren Sie Vertrauen. Ein Kalender, alle Kanäle daraus gespeist.
  • Globaler Mindestaufenthalt statt je Saison.
  • Nebensaison zu teuer. Wer im November den Preis vom September verlangt, hat im November leere Zimmer. Lieber ein ehrlicher Preis und ein paar Gäste.
  • Preise ohne Angabe, was enthalten ist. Gästekarte, Skibus, Parkplatz, Wellness: Was dabei ist, gehört neben den Preis, sonst vergleicht der Gast Äpfel mit Birnen.
  • Kalender für das nächste Jahr zu spät angelegt. Stammgäste buchen den Sommer im Januar. Wer dann noch keine Preise hat, verliert die frühen Buchungen.

So bildet das Buchungssystem das ab

Im Buchungssystem von Alpin Systems legen Sie Saisonen mit Datum, Grundpreis je Einheit, Mindestaufenthalt und Anreisetagen an, Zuschläge und Kinderregeln einmal für alle Saisonen, Pakete als eigene Angebote. Der Gast gibt Anreise, Abreise und Personen ein, das System rechnet den Gesamtpreis inklusive Ortstaxe und zeigt, was enthalten ist. Für Ferienwohnungen bis drei Einheiten kostet die Einrichtung ab 290 Euro und 19 Euro im Monat, für Pensionen und Garnis bis zehn Einheiten ab 790 Euro und 49 Euro im Monat, alle Preise netto auf der Preisseite. Was ein Buchungssystem für Ferienwohnungen sonst können muss, lesen Sie im Artikel Buchungssystem für Ferienwohnungen.

Häufige Fragen

Wie viele Saisonen sollte eine Pension anlegen?

Drei bis fünf reichen in den meisten Häusern: Nebensaison, Zwischensaison, Hauptsaison und ein bis zwei Spitzenzeiten wie Weihnachten bis Dreikönig oder Ferragosto. Mehr Saisonen machen den Kalender unübersichtlich und führen zu Fehlern bei der Pflege.

Was ist ein sinnvoller Mindestaufenthalt?

In der Hauptsaison sind sieben Nächte bei Ferienwohnungen und drei bis vier Nächte bei Pensionen üblich, in der Nebensaison zwei bis drei Nächte. Ein Mindestaufenthalt schützt vor Lücken, die niemand mehr füllt, sollte aber in der Nebensaison gelockert werden, sonst bleiben Wohnungen leer.

Wie legt man Preise für Kinder und Zusatzbetten an?

Mit festen Regeln je Altersstufe, etwa bis 2 Jahre kostenlos, 3 bis 11 Jahre 50 Prozent, ab 12 Jahre voller Preis, und einem Zuschlag je Zusatzbett. Die Regel gilt für alle Saisonen gleich, nur der Grundpreis ändert sich. So bleibt der Kalender pflegbar.

Müssen Preise auf der Website und im Portal gleich sein?

Das hängt von Ihrem Portalvertrag ab. Wichtig ist, dass alle Kanäle aus demselben Preiskalender gespeist werden, sonst entstehen Widersprüche. Vorteile für Direktbucher lassen sich sauber über Pakete und Inklusivleistungen abbilden.

Was ist der häufigste Fehler bei Saisonpreisen?

Lücken und Überschneidungen zwischen den Saisonen. Endet die Hauptsaison am 31. August und beginnt die Zwischensaison am 2. September, hat der 1. September keinen Preis und kann nicht gebucht werden. Ein Buchungssystem sollte solche Lücken beim Anlegen anzeigen.