Warum auch ein Handwerksbetrieb eine gute Website braucht
Viele Handwerksbetriebe in Südtirol sind über Jahre durch Empfehlung gewachsen. Das funktioniert, solange genug Anfragen kommen. Wer aber Aufträge außerhalb des eigenen Tals gewinnen, Fachkräfte finden oder die Auslastung im Winter oder Sommer ausgleichen möchte, wird heute auch im Netz gesucht. Wer einen Tischler, Elektriker, Installateur oder Maler braucht, tippt eine Frage ins Handy, schaut sich zwei, drei Ergebnisse an und ruft an. Dieser Ratgeber zeigt, was eine Website für Handwerker bringen muss, wie die lokale Suche funktioniert und welche Fehler wir immer wieder sehen.
Was eine Handwerker-Website bringen muss
Leistungen klar benennen
Besucher wollen in wenigen Sekunden wissen, ob Sie das machen, was sie brauchen. Schreiben Sie Leistungen so, wie Kundinnen und Kunden sie suchen: Badsanierung statt Sanitärtechnik, Dachfenster einbauen statt Bedachung. Je Leistung eine eigene Unterseite mit Beschreibung, Ablauf und einem Beispiel ist für Google und für Menschen hilfreich.
Projekte zeigen
Nichts überzeugt so sehr wie fertige Arbeit. Eine Auswahl an Projekten mit kurzer Beschreibung zeigt Qualität und Erfahrung: Was war die Aufgabe, was wurde gemacht, was war besonders? Holen Sie sich vorher das Einverständnis der Kundschaft, wenn Räume oder Personen erkennbar sind.
Anfrage leicht machen
Der wichtigste Zweck der Seite ist die Anfrage. Telefonnummer und WhatsApp sollten auf dem Handy mit einem Tipp funktionieren. Das Formular braucht wenige Felder: Name, Rückrufnummer, kurze Beschreibung, optional ein Foto. Je länger das Formular, desto weniger Anfragen kommen an.
Erreichbarkeit zeigen
Nennen Sie Einsatzgebiet, Öffnungszeiten, Notdienst (falls vorhanden) und wie schnell Sie sich melden. Wer weiß, dass er am selben Tag Antwort bekommt, ruft eher an als jemand, der im Ungewissen bleibt.
Stellen und Lehrlinge
Handwerksbetriebe suchen Mitarbeiter und Lehrlinge. Eine eigene Seite mit offenen Stellen, Ausbildungsplätzen und einem kurzen Einblick in den Arbeitsalltag erreicht Bewerber direkt. Zeigen Sie das Team, nennen Sie eine Kontaktperson und halten Sie die Bewerbung einfach.
Google-Unternehmensprofil und lokale Suche
Wer einen Handwerker sucht, tippt oft Leistung und Ort ein, etwa Tischler Bruneck oder Elektriker Sterzing. Google zeigt dazu zuerst Karten-Einträge mit Bewertungen und Telefonnummer, erst danach Websites. Dieser Karten-Eintrag ist Ihr Google-Unternehmensprofil. Er ist kostenlos und wirkt oft stärker als die Website selbst.
- Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten stimmen und sind überall gleich.
- Die richtigen Kategorien sind gewählt, etwa Tischler oder Elektroinstallateur.
- Fotos von Arbeiten, Team und Werkstatt sind hochgeladen.
- Bewertungen werden freundlich beantwortet.
- Das Einsatzgebiet ist eingetragen, wenn Sie zu Kunden fahren.
Die Website ergänzt das Profil: Eine Seite pro Leistung und Ort, ein klarer Titel und eine Beschreibung, die den Suchbegriff nennt. Wie das zusammenspielt, erklärt das Glossar unter Local SEO und Google-Unternehmensprofil, die Praxis auf der Seite SEO in Südtirol.
Fotos von Arbeiten
Ein Handwerker verkauft Vertrauen, und Fotos sind der schnellste Weg dazu. Machen Sie auf der Baustelle Vorher-Nachher-Bilder, mit dem Handy bei gutem Licht, quer aufgenommen, ohne Chaos im Bild. Ein Foto vom Team und eines von der Werkstatt machen aus einem Namen Menschen. Lassen Sie die Bilder vor dem Hochladen verkleinern, sonst wird die Seite langsam. Wie sich das auf die Ladezeit auswirkt, steht im Ratgeber Ladezeit der Website. Stockfotos mit lächelnden Menschen im Helm sind das Gegenteil dessen, was Kundschaft überzeugt.
Zweisprachigkeit
Kundinnen und Kunden in Südtirol sprechen Deutsch, Italienisch und im Gadertal und in Gröden Ladinisch. Wer nur eine Sprache anbietet, verliert einen Teil der Anfragen. Besser sind zwei sauber geschriebene Fassungen mit Sprachumschalter und korrekten Sprachverweisen für Google (hreflang). Fachbegriffe wie Estrich, Gipskarton oder Wärmepumpe brauchen die richtige italienische Entsprechung, eine maschinelle Übersetzung trifft sie nicht immer. Mehr zu den Sprachen im Ratgeber Website erstellen lassen in Südtirol.
Erreichbar auf der Baustelle: Telefon-Assistent und WhatsApp
Der größte Verlust im Handwerk ist der verpasste Anruf. Wer auf der Leiter steht oder die Maschine laufen hat, kann nicht abheben, und Kundschaft ruft beim nächsten Betrieb an. Dagegen helfen drei Dinge.
- Telefon-Assistent: Ein digitaler Assistent nimmt Anrufe an, fragt nach Name, Anliegen und Rückrufnummer und schickt Ihnen die Nachricht. So wissen Sie nach der Arbeit, wen Sie zurückrufen. Näheres unter Telefon-Assistent und im Glossar unter Telefon-Assistent.
- WhatsApp: Viele Kundinnen und Kunden schicken lieber ein Foto vom Schaden oder vom Raum, als lange zu erklären. Eine Geschäftsnummer mit Begrüßung und Antwortvorlagen spart Rückfragen. Siehe WhatsApp-Assistent und Glossar WhatsApp Business.
- Anfrageformular: Es sammelt die wichtigsten Angaben, auch außerhalb der Arbeitszeit, und landet direkt in Ihrem Postfach.
Der Assistent beantwortet nur, was Sie freigegeben haben, und übergibt alles Weitere an Sie. Er ersetzt kein persönliches Gespräch, er sorgt nur dafür, dass keine Anfrage unbemerkt bleibt.
Häufige Fehler
- Nur Logo und Telefonnummer: Eine Seite ohne Leistungen und Beispiele gibt Google und Besuchern nichts zum Bewerten.
- Veraltete Inhalte: Alte Preise, nicht mehr gültige Öffnungszeiten oder ein Team von vor zehn Jahren schaden dem Vertrauen.
- Nur Desktop gedacht: Die meisten Besucher kommen mit dem Handy. Ist die Seite dort umständlich, ist der Kunde weg.
- Kein Google-Unternehmensprofil: Ohne Eintrag fehlt die Karte, auf der viele zuerst schauen.
- Eine Sprache, obwohl die Kundschaft zwei spricht.
- Zu viele Formularfelder oder ein Formular, das nicht ankommt, weil niemand es testet.
- Baukasten mit Werbung oder Fremdadresse statt eigener Domain.
- Keine Pflege: Die Seite wird einmal gebaut und nie wieder angesehen.
Wie es weitergeht
Wenn Sie sich einen Überblick über unser Angebot für Betriebe außerhalb des Tourismus verschaffen möchten, schauen Sie auf Website für Handwerker, Webdesign in Südtirol und Webagentur in Südtirol. Wie Sie Angebote vergleichen, zeigt der Ratgeber Webagentur in Südtirol finden, was am Markt üblich ist, steht in Was kostet Webdesign in Südtirol. Für eine erste Einschätzung Ihrer bestehenden Seite hilft der kostenlose Website-Check, den Ablauf eines Projekts beschreibt die Seite Ablauf. Betreiben Sie neben dem Handwerk auch Zimmer oder Ferienwohnungen, finden Sie unter Website für Hotels passende Hinweise. Die Preise anderer Anbieter sind sehr unterschiedlich, den Preis für Ihren Betrieb nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag, mehr dazu unter Preise.
Häufige Fragen
Braucht ein Handwerksbetrieb in Südtirol eine eigene Website?
In den meisten Fällen ja. Wer einen Handwerker sucht, schaut zuerst bei Google und auf dem Handy nach. Eine eigene Seite zeigt Leistungen, Arbeiten und Erreichbarkeit und wird auch dann gefunden, wenn Sie nicht empfohlen wurden.
Was gehört auf die Startseite eines Handwerkers?
Was Sie machen, wo Sie arbeiten, ein gutes Foto einer fertigen Arbeit, die Telefonnummer mit einem Tipp erreichbar und ein einfacher Weg, eine Anfrage zu schicken. Alles Weitere gehört auf Unterseiten.
Wie werde ich bei Suchen wie Tischler Bruneck gefunden?
Mit einer Seite, die Leistung und Ort klar nennt, und einem gepflegten Google-Unternehmensprofil mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Beides zusammen entscheidet über die Platzierung in der lokalen Suche, garantieren kann das niemand.
Brauche ich die Website auf Deutsch und Italienisch?
Meist ja, weil Kundschaft in Südtirol beide Sprachen nutzt. Wichtig sind sauber geschriebene Texte statt maschineller Übersetzung. Englisch ist nur nötig, wenn Sie Aufträge von ausländischen Gästen oder Zweitwohnungsbesitzern erwarten.
Wie bleibe ich erreichbar, wenn ich auf der Baustelle bin?
Mit einem Telefon-Assistenten, der Anrufe annimmt und Daten aufnimmt, mit einer WhatsApp-Nummer für Fotos und kurze Fragen und mit einem Anfrageformular, das Sie per E-Mail erreicht. So geht kein Auftrag verloren, auch wenn Sie nicht abheben können.
Was kostet eine Handwerker-Website?
Das hängt von Seitenzahl, Sprachen und Funktionen ab. Zur Orientierung am Markt: One-Pager liegen bei Anbietern oft bei 1.500 bis 2.000 €, größere Auftritte bei Agenturen deutlich darüber. Den Preis für Ihren Betrieb nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag. Auf den Preis kommt keine Mehrwertsteuer dazu, weil Alpin Systems im italienischen Regime forfettario arbeitet.