Der Weg von der Anfrage bis zum Start im Überblick
Wer eine Website erstellen lassen möchte, fragt zuerst nach dem Preis und danach nach der Dauer. Beides lässt sich erst beantworten, wenn klar ist, was die Seite können soll. Dieser Ratgeber zeigt den üblichen Ablauf in acht Schritten, was Sie als Betrieb beisteuern müssen, wo es erfahrungsgemäß hakt und worauf Sie in Südtirol besonders achten sollten. Er gilt für Gastbetriebe ebenso wie für Handwerk, Handel, Dienstleister, Praxen und Vereine.
Der Ablauf unten entspricht dem, wie wir bei Alpin Systems arbeiten. Eine ausführliche Fassung mit allen Schritten finden Sie auf der Seite Ablauf. Viele Punkte gelten aber unabhängig vom Anbieter und sind eine gute Prüfliste für jedes Angebot.
Die acht Schritte
1. Anfrage und Erstgespräch
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch, per Telefon, per Video oder vor Ort. Es soll klären, was Ihr Betrieb anbietet, wen Sie erreichen wollen, welche Seite Sie heute haben und was daran stört. Ein gutes Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Bei uns dauert es 15 Minuten und findet am Telefon, per Video oder im NOI Techpark in Bruneck statt. Bereiten Sie zwei, drei Beispielseiten vor, die Ihnen gefallen, und eine Liste dessen, was Sie nervt.
2. Angebot mit festem Umfang
Danach bekommen Sie ein schriftliches Angebot. Es sollte klar trennen zwischen einmaligen Leistungen (Konzept, Gestaltung, Bau, Einrichtung) und laufenden Posten (Hosting, Betreuung). Es nennt die Zahl der Seiten, die Sprachen, die Funktionen wie Formulare oder Karten, die Zahl der Korrekturrunden und einen Zeitplan. Ein Angebot, das nur eine Zahl ohne Umfang nennt, ist schwer vergleichbar. Mehr dazu im Ratgeber Was kostet Webdesign in Südtirol.
3. Inhalte sammeln
Die Texte und Fotos bestimmen, wie gut die Seite wird, und sie sind der häufigste Grund für Verzögerungen. Eine Website mit Stockfotos und allgemeinen Sätzen unterscheidet Sie nicht von der Konkurrenz. Besser sind echte Bilder Ihres Betriebs, konkrete Leistungen und die Dinge, nach denen Kundinnen und Kunden am Telefon immer wieder fragen.
4. Entwurf und Vorschau
Sie sehen den Entwurf, bevor etwas gebaut wird oder spätestens, während es entsteht, am besten als Vorschau-Link, den Sie am Handy und am Computer öffnen können. Prüfen Sie nicht nur das Aussehen, sondern auch: Finde ich als Besucher in zehn Sekunden, was der Betrieb macht, wo er ist und wie ich Kontakt aufnehme?
5. Bau
Jetzt entsteht die eigentliche Seite: Struktur, Texte, Bilder, Formulare, Karte, Sprachversionen. Entscheidend ist, wie gebaut wird. Eigener Code oder ein sauber konfiguriertes System laden schneller und lassen sich leichter pflegen als ein Baukasten voller Zusatzmodule. Hintergründe dazu im Glossar unter Website-Baukasten und Responsive Design.
6. Korrekturen
Sie schauen die Seite durch und sammeln Änderungswünsche, am besten gebündelt in einer Nachricht statt in zehn einzelnen. Üblich sind zwei Korrekturrunden. Ab einer dritten Runde oder bei neuen Wünschen, die nicht im Angebot standen, wird es meist zusätzlich berechnet. Vereinbaren Sie das vorab.
7. Start
Vor der Freischaltung werden Links, Formulare, Impressum, Datenschutzerklärung und die Anzeige auf mehreren Geräten geprüft. Dann wird die Seite auf Ihrer Domain veröffentlicht, mit Verschlüsselung (SSL und HTTPS). Bei einem Relaunch müssen alte Adressen auf die neuen weitergeleitet werden, sonst gehen Platzierungen in Google verloren.
8. Betreuung nach dem Start
Danach beginnt der Betrieb: Texte aktualisieren, Öffnungszeiten ändern, neue Fotos einsetzen, Sicherheitsupdates einspielen. Klären Sie, wer das macht und an wen Sie sich wenden. Bei Alpin Systems gibt es einen persönlichen Ansprechpartner, kein Ticketsystem.
Was der Betrieb liefern muss
- Firmenname, Anschrift, Telefon, E-Mail, Öffnungszeiten, Steuer- und Rechtsangaben fürs Impressum
- Logo und Farben, falls vorhanden
- Fotos von Betrieb, Team, Räumen, Arbeiten oder Produkten, möglichst in Originalqualität
- Stichpunkte zu Leistungen, Besonderheiten und häufigen Kundenfragen
- Zugang zu bestehender Domain und bestehendem Hosting, falls es schon eine Seite gibt
- Eine Person im Betrieb, die Rückfragen schnell beantwortet und Freigaben erteilt
Wie lange dauert es?
Eine feste Wochenzahl für alle Fälle gibt es nicht. Eine kleine Seite mit wenigen Unterseiten und einer Sprache ist in der Regel schneller fertig als eine mehrsprachige Seite mit Buchungs- oder Anfragefunktion. Der größte Zeitfaktor ist erfahrungsgemäß nicht der Bau, sondern das Liefern von Texten und Fotos und das Zurückmelden von Korrekturen. Rechnen Sie bei einer kleinen Seite mit einigen Wochen, bei größeren Projekten mit mehr, und lassen Sie sich im Angebot einen Zeitplan nennen, der auch benennt, was Sie bis wann liefern müssen.
Domain und Hosting
Die Domain ist Ihre Adresse im Netz, das Hosting der Platz, auf dem die Dateien liegen. Beides sollte auf Ihren Namen laufen oder Ihnen im Zweifel ohne Streit übergeben werden. Achten Sie darauf, dass der Standort des Servers in Europa liegt, weil das Datenschutz und Ladezeit hilft. Ob Sie die Domain selbst bei einem Registrar anlegen oder der Anbieter sie für Sie registriert, ist zweitrangig, solange Sie als Inhaber eingetragen sind. Eine kurze Erklärung der Begriffe steht im Glossar unter Hosting, Domain und DNS. Wie schnell eine Seite laden sollte, zeigt der Ratgeber Ladezeit der Website.
Zweisprachigkeit in Südtirol
In Südtirol sprechen Kundinnen und Kunden Deutsch, Italienisch und oft Ladinisch, dazu kommen Gäste aus dem Ausland. Eine einsprachige Seite lässt einen Teil davon außen vor. Sinnvoll ist eine echte Zweisprachigkeit: eigene Adressen je Sprache, geprüfte Texte, ein Sprachumschalter, der auf die passende Seite führt, und sauber gesetzte Sprachverweise, damit Google die richtige Fassung zeigt (hreflang). Maschinell übersetzte Texte wirken schnell unbeholfen und kosten Vertrauen. Planen Sie die zweite Sprache von Anfang an ein, sie nachträglich einzubauen ist aufwendiger. Alpin Systems liefert Seiten in Deutsch, Italienisch und Englisch.
Was Websites am Markt kosten
Preise lassen sich nur vergleichen, wenn der Umfang klar ist. Als Orientierung für den Markt: Einfache One-Pager liegen bei Anbietern oft bei 1.500 bis 2.000 €, Hotel-Websites bei Agenturen bei 3.000 bis 8.000 €, große individuelle Projekte bei 12.000 bis 25.000 €. Für Wartung werden 35 bis 500 € im Monat verlangt, Baukästen kosten rund 15 bis 40 € im Monat. Das sind Spannen anderer Anbieter, keine Zusage von uns. Den Preis für Ihren Betrieb nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag. Auf den Preis kommt keine Mehrwertsteuer dazu, weil Alpin Systems im italienischen Regime forfettario arbeitet. Hintergründe zur Preisbildung auf der Seite Preise.
Checkliste: 12 Punkte vor der Beauftragung
- Ich weiß, wen ich mit der Website erreichen will und was Besucher tun sollen (anrufen, anfragen, buchen).
- Ich habe das Erstgespräch genutzt und mein Gegenüber hat sich meinen Betrieb angesehen.
- Das Angebot nennt Seitenzahl, Sprachen, Funktionen und Zeitplan.
- Einmalige und laufende Kosten stehen getrennt im Angebot.
- Die Zahl der Korrekturrunden ist festgelegt.
- Die Domain läuft auf meinen Namen.
- Inhalte, Bilder und Daten gehören mir und ich bekomme sie bei Bedarf heraus.
- Der Server steht in Europa und das ist in der Datenschutzerklärung dokumentiert.
- Ich habe Texte und Fotos bereit oder weiß, bis wann ich sie liefere.
- Die Seite ist am Handy zuerst gedacht und lädt schnell.
- Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis passen zur tatsächlichen Technik.
- Ich weiß, wer die Seite nach dem Start betreut und wie ich ihn erreiche.
Wie es weitergeht
Wenn Sie Ihre bestehende Seite einschätzen wollen, bevor Sie ein Angebot einholen, hilft der kostenlose Website-Check. Wie Sie einen passenden Anbieter finden, steht im Ratgeber Webagentur in Südtirol finden. Wer Gastbetriebe führt, findet Näheres auf der Seite Website für Hotels, Handwerksbetriebe auf Website für Handwerker. Einen Überblick über unser Angebot geben die Seiten Webdesign in Südtirol und Webagentur in Südtirol. Für die Sichtbarkeit bei Google lesen Sie SEO in Südtirol.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
Das hängt vor allem davon, wie schnell Texte und Fotos beim Betrieb vorliegen. Bei kleinen Seiten rechnet man oft mit einigen Wochen, bei mehrsprachigen Seiten mit vielen Unterseiten dauert es länger. Einen verbindlichen Zeitplan erhalten Sie im Angebot, nachdem der Umfang geklärt ist.
Muss ich die Texte selbst schreiben?
Nein, aber Sie kennen Ihren Betrieb am besten. Üblich ist, dass Sie Stichpunkte, Leistungen und Besonderheiten liefern und der Anbieter daraus lesbare Texte formuliert. Sie lesen alles gegen, bevor es online geht.
Wem gehören Domain, Texte und Fotos?
Domain, Inhalte und Daten sollten immer Ihnen gehören. Achten Sie darauf, dass die Domain auf Ihren Namen registriert ist und dass Sie im Streitfall an alle Zugangsdaten kommen. Das gehört in jedes Angebot.
Brauche ich die Website auf Deutsch und Italienisch?
In Südtirol ist das für die meisten Betriebe sinnvoll, weil Kundschaft und Gäste beide Sprachen nutzen. Wichtig ist, dass beide Fassungen sauber geschrieben und nicht nur maschinell übersetzt sind. Englisch kommt dazu, wenn Sie internationale Gäste erwarten.
Was passiert nach dem Start der Website?
Eine Website ist nie ganz fertig. Es fallen Aktualisierungen, Sicherheitsupdates und neue Inhalte an. Klären Sie vorab, ob Sie das selbst übernehmen oder ob der Anbieter die Betreuung macht, und was davon im Angebot steht.
Was kostet eine Website in Südtirol?
Das hängt von Seitenzahl, Sprachen und Funktionen ab. Zur Orientierung: Einfache One-Pager liegen bei anderen Anbietern oft bei 1.500 bis 2.000 €, Hotel-Websites bei Agenturen bei 3.000 bis 8.000 €. Den Preis für Ihren Betrieb nennen wir nach dem kostenlosen Erstgespräch im Angebot mit festem Betrag. Auf den Preis kommt keine Mehrwertsteuer dazu, weil Alpin Systems im italienischen Regime forfettario arbeitet.