1. Preise in Franken, aber nicht nur

Der Gast aus Bern erwartet Preise in CHF, der Gast aus München denkt in Euro. Eine gute Website zeigt Franken als Hauptwährung und bietet Euro als Orientierung, klar als Umrechnung gekennzeichnet. Was nicht geht: nur Euro, weil das Buchungssystem aus dem Ausland kommt. Wer in der Schweiz verkauft, zeigt Franken.

2. Mehrsprachig wie das Land

Deutsch und Englisch sind das Minimum. Für Graubünden und das Tessin ist Italienisch keine Zusatzsprache, sondern Teil des Alltags. Französisch lohnt sich für Betriebe im Wallis und überall dort, wo Gäste aus der Romandie kommen. Wichtig ist nicht die Zahl der Sprachen, sondern die Qualität: Eine schlechte Übersetzung wirkt auf einen Schweizer Gast schlimmer als gar keine. Mehr zur Mehrsprachigkeit im 15-Punkte-Website-Check.

3. Datenschutz nach Schweizer Recht

Seit September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz. Es verlangt unter anderem eine Datenschutzerklärung, die sagt, welche Daten wofür verarbeitet werden und wohin sie fließen. Für Betriebe mit Gästen aus der EU kommt zusätzlich die DSGVO ins Spiel. Praktisch heißt das: Schriften lokal einbinden statt von Google laden, Formulare nur mit den nötigen Feldern, keine Tracking-Cookies ohne Einwilligung, und eine Datenschutzerklärung, die zur tatsächlichen Technik passt. Die rechtlichen Texte stimmen Sie mit Ihrem Berater ab, die Technik muss von Anfang an sauber sein.

4. Qualität, die zum Preis passt

Schweizer Gäste zahlen viel und erwarten entsprechend: schnelle Ladezeit, saubere Fotos, klare Struktur, keine Baukasten-Optik. Die Website ist der erste Eindruck vom Haus. Ein Hotel mit 300 Franken pro Nacht und einer Website von 2015 verliert den Gast, bevor er die Zimmer gesehen hat. Was eine gute Website kostet und woran der Preis hängt, steht im Artikel Was kostet eine Hotel-Website.

5. Direktbuchung in der Portal-Schweiz

Portale verlangen in der Schweiz hohe Provisionen, und Schweizer Gäste buchen gern direkt, wenn der Weg klar ist. Eine Website ohne eigenen Buchungsweg schickt diese Gäste zum Portal zurück. Verfügbarkeit, Preis in Franken, Anfrage oder Buchung in zwei Schritten: Das ist der Hebel, der sich bei Schweizer Preisen am schnellsten rechnet. Mehr dazu unter Direktbuchung statt Portal.

6. Hosting und Erreichbarkeit

Die Website muss von Zürich wie von Mailand aus schnell laden. Moderne Hosting-Anbieter liefern Seiten über Server in Europa aus; wichtig ist, dass der Standort in der Datenschutzerklärung steht und dass Hosting, Pflege und Sicherheitsupdates im Paket enthalten sind und nicht jedes Jahr neu diskutiert werden.

7. .ch oder .com?

Eine .ch-Adresse signalisiert Schweizer Betrieb, eine .com ist international. Für ein Hotel mit Gästen aus drei Ländern funktionieren beide, entscheidend ist, dass eine Hauptadresse gewählt und die andere sauber weitergeleitet wird. Google wertet nicht die Endung, sondern Inhalt, Sprache und Geschwindigkeit.

Wie die Zusammenarbeit über die Grenze läuft

Alpin Systems sitzt in Südtirol, direkt neben Graubünden. Erstgespräch per Video, Einrichtung online, Betreuung per Telefon und E-Mail, auf Deutsch oder Italienisch. Die Rechnung kommt von einem italienischen Unternehmen ohne Mehrwertsteuer-Ausweis als Leistungsexport; die Schweizer Bezugsteuer klärt Ihr Treuhänder, wir liefern die nötigen Angaben. Konditionen aus Südtirol statt aus Zürich, bei gleicher Sorgfalt.