Warum die Spanne so groß ist

„Website“ ist kein Produkt, sondern ein Sammelbegriff. Dahinter steckt mal eine Vorlage mit Ihrem Logo, mal ein individuelles Konzept mit Fotografen, Textern in drei Sprachen und angebundenem Buchungssystem. Beides hat seine Berechtigung, aber beides zum selben Preis zu erwarten, ist unrealistisch. Hier die Posten, die den Unterschied machen.

Die Posten hinter dem Preis

Konzept und Design

Vorlage anpassen oder von Grund auf gestalten? Eine Vorlage ist schnell und günstig, sieht aber aus wie zehn andere Häuser. Ein eigenes Design kostet Stunden, dafür erkennt man Ihr Haus wieder. Für ein Haus, das vom Portal unterscheidbar sein will, ist das kein Luxus.

Umfang: Seiten und Sprachen

Fünf Seiten auf Deutsch oder zwanzig Seiten auf Deutsch, Italienisch und Englisch, das ist ein Faktor von sechs oder mehr beim Aufwand. Jede Sprache bedeutet Texte, Prüfung, Pflege. In Südtirol sind drei Sprachen trotzdem die Regel, weil die Gäste es sind.

Texte und Fotos

Der am meisten unterschätzte Posten. Wer liefert die Texte? Wer übersetzt sie, und zwar so, dass ein Italiener sie gerne liest? Wer macht die Fotos? Gute Fotos sind oft die beste Investition am ganzen Projekt, denn der Gast bucht mit den Augen.

Buchungssystem

Nur ein Kontaktformular, eine Anfrage mit Kalender oder echte Direktbuchung mit Zahlung und Anbindung an das Hotelprogramm? Das reicht von null bis zu einem eigenen Projekt. Siehe unsere Checkliste für Buchungssysteme.

Suchmaschinen

Technisch sauber für Google aufbauen gehört dazu und sollte in jedem Angebot drin sein. Laufende Suchmaschinenarbeit, also Inhalte, Einträge, Auswertung, ist ein eigener Posten und sollte als solcher ausgewiesen werden.

Rechtliches

Impressum, Datenschutz, Cookie-Regeln, lokal eingebundene Schriften statt Google-Server. Klingt klein, spart aber Ärger und Abmahnungen. Fragen Sie, ob das drin ist.

Die versteckten Folgekosten

  • Hosting und Domain: jährlich, meist überschaubar, aber fragen Sie, wer die Rechnung bekommt und wem die Domain gehört.
  • Wartung und Updates: Bei Baukasten- und WordPress-Seiten regelmäßig nötig, sonst wird die Seite unsicher oder langsam. Entweder Sie zahlen monatlich, oder Sie machen es selbst, oder niemand macht es.
  • Änderungen: Neue Preise, neue Fotos, ein neues Angebot. Kostet jede Änderung Geld, oder ist Pflege inklusive? Das ist einer der größten Unterschiede zwischen Angeboten.
  • Lizenzkosten: Manche Baukästen und Plugins kosten monatlich extra. Das steht selten im ersten Angebot.
  • Provision: Manche Website-Pakete enthalten ein Buchungssystem, das Prozente pro Buchung nimmt. Rechnen Sie das auf Ihre Buchungen hoch.

Acht Fragen an jeden Anbieter

  1. Was genau ist im Preis enthalten, und was kostet extra? Bitte schriftlich.
  2. Wem gehören Domain, Inhalte und Fotos nach dem Projekt?
  3. Wer schreibt und übersetzt die Texte?
  4. Was kostet eine Änderung nach dem Start, zum Beispiel neue Preise?
  5. Wie schnell lädt die Seite am Handy, und wie wird das geprüft?
  6. Wie wird gebucht oder angefragt, und gibt es Provision auf Buchungen?
  7. Wer ist erreichbar, wenn in der Hochsaison etwas nicht geht?
  8. Was passiert, wenn ich den Anbieter wechseln will?

Was wir empfehlen

Lassen Sie sich keinen Pauschalpreis ohne Umfang nennen, und nennen Sie selbst keinen Wunschpreis ohne zu wissen, was Sie brauchen. Der sinnvolle Weg: erst klären, welches Problem die Website lösen soll (mehr Direktanfragen, weniger Telefon, bessere Fotos, drei Sprachen), dann den Umfang festlegen, dann den Preis. Ein Anbieter, der das Gespräch mit dem Preis beginnt, hat Ihr Haus noch nicht verstanden.

Und ja, wir nennen auf dieser Website selbst keine Preise. Aus genau diesem Grund: Wir wissen vorher nicht, was Sie brauchen. Nach einem kurzen Gespräch bekommen Sie ein Angebot mit festem Umfang und festem Preis, mit Hosting und Pflege inklusive.